Ein kleiner Carlowitz“ wird gepflanzt
 

Bei strahlendem Sonnenschein feierte die Realschule plus am 18.04.2019 ihre Namensänderung und pflanzte zu Ehren des Namensgebers einen Feldahorn im Pausenhof.

Eröffnet wurde die Feierstunde von Schülerinnen und Schülern der 6. Klassen, die unter Leitung und musikalischer Begleitung von Bettina Pahle und Daniela Amendy das Lied „Alt wie ein Baum“ vortrugen. Im Anschluss würdigte die Schulleiterin Petra Guth den Namensgeber Hans Carl von Carlowitz als den Begründer des Nachhaltigkeitsprinzips. Kein zweiter Begriff sei derart mit dem positiven Glauben an die Gestaltbarkeit der Zukunft verbunden wie der der Nachhaltigkeit. Schule von heute habe nicht nur die Aufgabe Wissen zu vermitteln, sondern auch aus Jugendlichen verantwortungsbewusste Menschen zu machen. Hier kann und soll von Carlowitz - der sich in seinem Handeln künftigen Generationen verpflichtet sah - der Schulgemeinschaft Vorbild sein.

Auch Otmar Fischer, der den Feldahorn spendete, betonte die Bedeutsamkeit des nachhaltigen Handelns. In diesem Zusammenhang erinnerte er an Albert Schweitzer, den Namensgeber der ehemaligen Verbandsschule in Weisenheim am Berg. Auch Schweitzer erkannte und benannte den Grundgedanken der Nachhaltigkeit. Seine ethische Einstellung „Die Achtung vor dem Leben“ und sein Werk, wie z.B. das Krankenhaus in Lambarene, wirken bis heute nach. Den „kleinen Carlowitz“ forderte Pfarrer Fischer auf, ebenfalls nachhaltig zu sein, zu wachsen und Wurzeln zu schlagen.

Bevor die Schulleitung gemeinsam mit Jürgen Menge (Erster Beigeordneter der VG Freinsheim), Klaus Lindenblatt (Erster Ortsbeigeordneter Weisenheim am Berg) sowie Otmar Fischer (Ehrenbürger von Weisenheim am Berg), der Schülervertretung und dem Förderverein das von Thorsten Priefling vorbereitete Pflanzloch mit Erde auffüllte, legte der stellvertretende Schulleiter Thorsten Schwan noch eine Zeitkapsel. In dieser wurden zeittypische Gegenstände wie Kreide, Münzgeld, Tageszeitung und Kaugummis verstaut. Natürlich durften auch aktuelle Fotos und eine Kostprobe des schuleigenen Honigs nicht fehlen.

Danach trugen einzelne Schülerinnen und Schüler stellvertretend für die Schülerschaft Wünsche für die Schule vor, welche anschließend an den Ästen des jungen Baumes befestigt wurden.

Eine besondere Überraschung hatte sich der Förderverein der Schule ausgedacht. Diana und Stefan Kurkowski organisierten im Vorfeld einen Berliner-Verkauf für alle Klassen. Schulsozialarbeiter Udo Gansert, der als DJ das Programm musikalisch umrahmte, legte einen Countdown auf. Bei „Zero“ bissen alle gleichzeitig in ihren Berliner. Einem Schüler der 8. Klassen schmeckte das - im wahrsten Sinne des Wortes - überhaupt nicht, denn er hatte eine Füllung aus Senf erwischt. Umso glücklicher war er, als er erfuhr, dass er gerade eine Lama-Wanderung für sich und seine Klasse gewonnen hatte. Aber auch die anderen Schülerinnen und Schüler gingen nicht leer aus: Zum Abschluss erhielt jeder einen Sportbeutel mit dem neuen Logo der Schule.

Pfarrer Fischer1

Schaufeln1

Baum1

Schülergruppe1

Inhalt der Zeitkapsel1