Unsere jungen SchulimkerInnen begleiten einige Bienenvölker durch die Jahreszeiten. Sie tauchen dabei unmittelbar in die spannende Welt der Bienen, denn sie arbeiten selbst direkt an den Völkern. Die Kinder und Jugendlichen erleben, wie ein Bienenstaat wächst, suchen Königin und Drohnen, kontrollieren den Varroa-Befall, ernten, (naschen) und verarbeiten Honig und Wachs und vieles mehr.

Sie lernen dabei vielfältig von der Ökologie der Biene und der untrennbaren Verbindung zu Ihrer Umwelt wie den Blütenpflanzen sowie vom Einzelnen und Kleinen zum Großen und Ganzen zu denken.

Professionelle Schutzkleidung vorhanden. Belohnung nach einem Jahr: Ein Glas Honig.

An der Realschule plus Weisenheim am Berg „summt und brummt“ es wieder!

Mit dem Einsetzen des frühlingshaften Wetters schwärmen unsere Bienen wieder aus. Auch in diesem Jahr können Kinder und Jugendliche unserer Schule unter der Anleitung von Herrn Priefling wieder die Imkerei erlernen und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Wir begleiten fünf Bienenvölker mit den jahreszeitlich anfallenden Imker-Arbeiten durchs Bienenjahr. Die Schülerinnen und Schüler tauchen bei der Völkerdurchsicht, Schwarmkontrolle, beim Honigschleudern und Fangen von Bienenschwärmen in die Welt dieser Tiere ein. Das Zusammenspiel mit der umgebenden Natur erfahren die Schülerinnen und Schüler hautnah.

Und am Ende gibt's den besonders leckeren Honig.

„Die Schüler lernen hier mit Kopf, Herz und Hand – vor allem mit der Hand. Bienenfleißig sind sie alle!“ Thorsten Priefling ist voll des Lobes über die Jugendlichen, die sich einmal in der Woche an der Realschule plus in Weisenheim am Berg bei der „Bienen-Arbeitsgemeinschaft“ einfinden. Vor fünf Jahren hat der imkernde Pädagoge den Kurs mit einem Bienenvolk gestartet. 

November/ Dezember/ Januar im Bienenjahr

Aktuelles aus der Schulimkerei:

Die gesamte Ernte 2016 haben unsere fleißigen SchulimkerInnen jüngst in 500g-Gläser abgefüllt. Es ist ein sehr leckerer, kräftiger und gut gereifter Kastanienhonig ( Zu erwerben über Herrn Priefling).

Das Bienenjahr neigt sich dem Ende zu. Die Bienenvölker sitzen das ganze Jahr hindurch in Ihrer Beute (= "Bienenkiste"). Bei sinkenden Temperaturen rücken die Tiere näher zusammen zu einer so genannten Bienentraube und wärmen sich durch Zittern der Flugmuskulatur. Die nötige Energie dazu stammt aus den gesammelten Vorräten des Sommers (Honig bzw. zugefütterte Zuckerlösung). Das Volk ist seit Sonnenhöchststand am 23. Juni von ca. 50.000 auf nun ca. 10.000 Tiere geschrumpft. Weniger Esser bedeuten bessere Überlebens-Chancen in der kalten Jahreszeit.

Wegen der niedrigen Temperaturen und der kurzen Tage legt die Bienenkönigin im Volk nur noch wenige bis gar keine Eier. Bald ist kaum eine Zelle mehr mit Wachs verdeckelt, so dass es um Weihnachten herum besonders günstig ist die problematische Varroa-Milbe mit Oxalsäure (Säure aus dem Rhabarber) zu behandeln und ungeschützt zu treffen. Jede im Winter getötete Milbe erspart uns 50 Milben im Sommer, so stark vermehren sich diese Tiere.

Mit steigenden Temperaturen und Sonnenstand ab ca. Ende Januar bis Februar wird die Königin wieder legefreudiger und bereitet das Volk mit neuem Nachwuchs auf die ersten Blüten und warmen Tage vor.

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Seit 2012 können die Kinder und Jugendlichen unserer Schule die Imkerei erlernen und im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.Wir begleiten mittlerweile fünf Bienenvölker mit den jahrszeitlich anfallenden Imker-Arbeiten durchs Bienenjahr.

Die SchülerInnen tauchen in die Welt der Bienen, indem sie meist unmittelbar am Bienenstock folgende Tätigkeiten ausführen: 

  • Wir schleudern Honig und füllen ihn in Gläser ab.
  • Wir fangen – wenn möglich – Bienenschwärme. 
  • Wir gründen neue Bienenvölker (Ableger).
  • Wir stellen Zuckerlösung her und füttern die Bienen damit.
  • Wir behandeln die Bienen gegen die parasitische Varroa-Milbe.
  • Wir löten Wachsplatten in Holz-Rähmchen ein.  > Wir kontrollieren, ob die Völker abschwärmen wollen.
  • Wir beobachten die Entwicklung eines Bienenvolkes übers Jahr.
  • Wir pflanzen und säen Sträucher und Kräuter, an denen die Bienen gerne sammeln.
  • Wir bauen Nisthilfen für einzeln lebende Bienen (Solitärbienen). 

Leckerer Honig zu verkaufen!
Unser fleißigen Bienen liefern uns drei Sorten Honig: mild-cremigen Raps-, würzigen Frühlingsblüten- und kräftig-herben Kastanienhonig.

Bei Interesse wenden Sie sich vertrauensvoll an unsere JungimkerInnen oder an Herrn Priefling! 

Die Frage mit dem Bienenstich…
Die Bienen sind auf Friedfertigkeit und Sammelfleiß hin gezüchtet, sie können zwar grundsätzlich stechen, tun dies aber nur, wenn sie zu sehr gereizt werden. Bei vorsichtigem (und oft auch bei weniger vorsichtigem) Hantieren bleiben sie friedlich – eine erstaunliche Erfahrung für die Kinder und Jugendlichen, weil sie die Bienen leider oft nur mit Stichen in Verbindung bringen. Selbstverständlich ziehen wir trotzdem Schutzkleidung wie Imkerhemd mit Haube und Lederhandschuhe an. Auch sonst sind wir gut ausgestattet: Honigschleuder, Honigabfüllkanne, Honigeimer, Smoker, Stockmeißel und natürlich die Bienenbeuten (Holzkisten) stehen uns zur Verfügung.   

Interesse? Das solltest du mitbringen:

  • Ernsthaftes Interesse und/ oder Spaß an der Arbeit mit den Bienen.
  • Du solltest bereit sein zu lernen, ruhig mit den Bienen zu arbeiten.
  • Du musst frei von Allergien gegen Bienenstiche sein (eine Schwellung rund um die Stichstelle ist normal) >>>Nachweis vom Arzt erforderlich!     

Leitung 
Die Imker-AG leitet Herr Priefling