Besondere Ideen brauchen besondere Orte

Weisenheim am Berg: Der nördliche Haardtrand ist um ein berufliches Informationsangebot reicher. Schülerinnen und Schüler können sich umfassend über Berufswelt informieren. Realschule plus Weisenheim am Berg bietet ein Beufsorientierungszentrum, kurz „das BOZ“, an.

BOZ1Gemeinsam mit Landrat Hans-Ulrich Ihlenfeld, Herbert Petri, dem Leiter der Stabstelle Berufsorientierung und Fachkräftesicherung vom Mainzer Bildungsministerium, Vertretern der Kooperationspartner, Sponsoren und der Schulgemeinschaft weihte die neue Schulleiterin Petra Guth das Berufsorientierungszentrum (BOZ) ein.

Diese Feierstunde nannte Guth eine willkommene Gelegenheit ein wenig zurückzublicken. In einem Gespräch vor zwei Jahren beklagt sich Herr Reiner Rotzler, der dortige Berufseinstiegsbegleiter, über die große Entfernung zur Arbeitsagentur nach Landau. „Man müsste selbst ein kleines Arbeitsamt haben“

Eine Idee war geboren. Man entwickelte ein Konzept, das systematisch alle Einzelbausteine der Berufsorientierung zu einem umfassenden Modell zusammenführt. Die Idee geht auf die Zukunftswerkstätten der IHK Darmstadt zurück. Nachdem ein "Best Practice" Beispiel in Hessen besucht wurde, stand auch für die Schulleitung in Weisenheim am Berg fest, eine solche Konzeption umzusetzen.


Guth weiß um den Wunsch der Eltern, den höchsten Bildungsabschluss für ihre Kinder anzustreben. Sie betont aber, dass das Abitur nicht der Königsweg für alle ist. Jedem Kind solle unabhängig von seiner individuellen, familiären und sozialen Ausgangssituation ein passender Bildungsweg eröffnet werden. Viele Schülerinnen und Schüler seien in Ihrer Berufswahl verunsichert, daher ist Berufsorientierung und Entwicklung von Ausbildungsreife ein wichtiger Auftrag für Schule, um Schülerinnen und Schüler auf Ausbildung und Beruf vorzubereiten. Hier übernimmt das BOZ der Realschule plus Weisenheim am Berg eine Schlüsselfunktion: Es ist Zentrum für Berufsorientierung, ständige und verlässliche Anlaufstelle für alle Beteiligten und soll den Übergang von Schule in den Beruf ohne große Stolpersteine ermöglichen.

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Herbert Petri, der Weisenheim am Berg zunächst als eine der am schönsten gelegenen Schulen in Rheinland Pfalz bezeichnet, benennt „das BOZ“ als ein Alleinstellungsmerkmal, das wegweisend sei und damit der Realschule plus eine Profilschärfung gibt, die zeitgemäß ist. Er weist darauf hin, dass die Berufswünsche vieler Jugendlicher oft nicht mit den Ausbildungsplätzen übereinstimmen. Auch mangele es in vielen Fällen an der Ausbildungsreife der Entlassschüler sowie an realistischen Berufsvorstellungen und ausreichenden Kenntnissen der Berufs- und Arbeitswelt. Viele freibleibende Arbeitsplätze könnten besetzt werden, wenn Jugendliche besser informiert wären, sich selber realistischer einschätzen könnten und die Voraussetzungen für die Aufnahme einer Berufsausbildung erfüllen würden. Auch Hans-Ulrich Ihlenfeld betont wie wichtig die Schule in der Schullandschaft des Kreises ist und sich von anderen Schularten abhebt, gerade wegen der Ausrichtung auf reale Bildung und Berufsorientierung.

 

 

Berufsorientierungskonzept

Hier können Sie sich das Berufsorientierungskonzept unserer Schule als PDF-Dokument herunterladen. 

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