Gerd Hauser lud erneut die Klassen 9a, 10a und 10b  mit ihren Kunstlehrerinnen Petra Guth, Barbara Lamberty und Meike Pflesser zur Ausstellung in die ehemalige Synagoge Weisenheim am Berg ein.  Absolvent(inn)en der Uni Landau stellten dort vom 03. - 11.03.2018 ihre Kunstwerke aus.

  Auszug aus den vorbereiteten Merksätzen (Herr Hauser):

[…] Der Titel der Ausstellung verweist auf die große Bedeutung, die die Abbildung des Menschen in der Kunst (und im realen Leben) spielt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Massen-, Gruppenbildern von Menschen, Ganzkörper- und Aktdarstellungen, Porträt und Selbstporträt (Selfie).

Bei unseren Ausstellungserläuterungen beschränkten wir uns fast nur auf die Darstellung des Gesichts bzw. des Kopfes. Dies ist das entscheidende Erkennungsmerkmal und der wichtigste Teil des Menschen, besonders für die Kommunikation: Kopfbedeckung, Frisur, Kopfform, Augen, Mund; Mimik, Kopfhaltung sind entscheidend […]

Nach einer Einführung durch Herrn Hauser konnten die Schülerinnen und Schüler mit Fragebogen auf Erkundung gehen.

 Im Anschluss wurden die Ergebnisse im Plenum besprochen. Die Schüler kamen zu dem Ergebnis, dass bei einigen Fotos die Menschen nicht frontal, sondern mehr von der Seite oder sogar vom Rücken her zu sehen sind. Dadurch entsteht eine gewisse Distanz zwischen Betrachter und den dargestellten Menschen. Diese Bilder zeigen nicht die geschminkte Schönheit von Schauspielerinnen bzw. Modellen. Die embryonale Haltung der Akte auf weiteren Fotos betonen wiederum das Zerbrechliche, Schutzbedürftige der menschlichen Existenz. Abschließend konnten die Schüler feststellen, dass die Künstler/innen einiges aus der Kunstgeschichte formal sich angeeignet, aber vollkommen anders umgesetzt haben.

„Und wir, die Betrachter, schauen bei diesen Fotos wie in einen Spiegel, der unsere wesentlichen Fragen aufwirft: Wer sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Wozu dies alles, also unser Leben?“ (lt. Gerd Hauser)

 

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